Forschung

Das Generalthema Handlungssteuerung in Organisationen speist sich aus der klassischen interdisziplinären Organisationsforschung, die sich mit der Frage beschäftigt, welche Mechanismen in Organisationen auszumachen sind; dies nun aus dem Blickwinkel der Betriebswirtschaft, deren Anliegen ja die gezielte Einflussnahme auf diese Mechanismen im Sinne der Unternehmensführung ist.

 

Hinsichtlich dieser Frage arbeitet die Betriebswirtschaft traditionell erstens auf der instrumentellen und zweitens auf der personellen Ebene. Die erste umfasst Instrumente wie bspw. strategische Unternehmensführung, Rechnungswesen und Kennzahlensysteme, Marketinginstrumente etc., die in den jeweiligen Spezialfächern der Betriebswirtschaftslehre angesiedelt sind. Die personelle Ebene, die sich für den Einsatz und die Führung von Menschen in Organisationen, deren Miteinander und deren individuelle Potentiale und Besonderheiten interessiert, ist in der Organisationspsychologie beheimatet. Dadurch sind zwei wesentliche Perspektiven abgedeckt.

 

Die durch die hier laufende Forschung zu schliessende Lücke besteht nun in der Verschränkung dieser beiden Perspektiven auf der Makroebene der Unternehmenssteuerung. Denn Organisationen bestehen aus Menschen, und wie in jedem sozialen System besteht das Hauptproblem dessen in den nicht intendierten Folgen intentionalen Handelns. Dies wiederum repräsentiert die fundamentale Fragestellung der Soziologie, die entsprechende Analyseraster und Erkenntnisse zur Verfügung stellt. Konsequenterweise erscheint der handlungstheoretische Ansatz in der Betriebswirtschaftslehre, der sich dessen im Dienste interventionaler, also handlungssteuernder Zwecke bedient, bestens geeignet, weiterführende Erklärungs- und Analysekonzepte hervorzubringen.

 

Ziel der Forschung ist es demzufolge, die handlungstheoretischen Modelle der Soziologie für betriebswirtschaftliche Interventionsfragen nutzbar zu machen. Der interdisziplinäre Graben, der sich an dieser Stelle zwischen Soziologie und Ökonomie auftut, wird versuchsweise überbrückt mit dem prominenten Modell der soziologischen Tiefenerklärung, das soziale Systeme nicht nur sowohl auf der Makro- als auch auf der Mirkoebene abbildet, sondern auch Konstruktionshilfen für deren Verbindungs-mechanismen liefert. Angestrebtes produktives Forschungsergebnis ist

die Anreicherung der im Modell vorgesehenen Leerstellen mit solchen organisationalen Variablen, die das unternehmerische Geschehen zunehmend präzise abzubilden in der Lage sind.

 

 

Wenn Sie sich für dieses Forschungsfeld interessieren, finden Sie weitere Ausführungen in ausgewählten Publikationen. Noch mehr freue ich mich über Ihre persönliche Kontaktaufnahme.

 

 

Jede(r) Studierende ist herzlich eingeladen, mit Fragen zu mir zu kommen und / oder mich anzurufen - ich freue mich über Ihr Interesse!

 

PS:  Kontaktieren Sie mich über XING, und "netzwerkeln" Sie dort

auch mit anderen Komilitonen und Alumni!